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Alpine Läufer

Aus meiner Skibrillensicht betrachtet:
Vorweg muss ich mich daran erinnern, dass ich als Junge Skirennen im Slalom und Riesentorlauf für das Staffelsee-Gymnasium gefahren bin. Damals noch in der Umsteigetechnik. Dementsprechend sind meine Erwartungen hoch gesteckt.

Zuerst werde ich mich um meine Mädels kümmern. Dabei kann ich mich nebenbei gut einfahren mit den neuen Race-Carvern. Carven bedeutet für mich schneller und agressiver fahren. Wie auf Schienen muss ich die Kurve nehmen. Tief in der Hocke fahre ich los. Der Ski wird immer schneller und die Kanten greifen. Jetzt den Radius nachdrücken und der Ski fährt wie von selbst um die Kurve. Hüftknick einleiten, die Beine schwingen von extrem links unter mir nach rechts raus. Eine Bodenwelle umfahre ich. Dabei können meine Hände in der extremem Schräglage die Piste greifen. Jetzt blos keine Rückenlage bekommen bei der Ausfahrt. Immer Richtung Tal blicken. Geschafft. Die langen Schwünge kann ich perfekt über mein Körperkippen steuern.
Sollen die anderen Skifahrer um die Kurve rutschen. Diese Wischi-Waschi-Schwinger. Mich zieht es quasi in die Kurve hinein. So will ich speed erfahren!
Bevor ich das Tempo rausnehme, ist die Piste zu Ende. So kann ich den ganzen Tag am Hang fahren.

Ach ja. Wo sind wir gefahren? In Westendorf und im Alpbachtal. Macht für mich keinen Unterschied.
Am Nachmittag spüre ich meine Oberschenkel. Und abends wird der Flüssigkeitsmangel spürbar.
Faszination Race-Carver. Erklären kann ich es nicht.
Vergleichbar mit dem Rennrad den Rödlas runterzufahren.
Auf alle Fälle macht es wieder Spaß auf der Piste zu fahren.
Hauptsache "Wir san de No.1 vom Wienerwald" nach Ambroß.
Jetzt liegt meine Skibrille im Keller in der Ecke und wartet auf ihren nächsten Einsatz.




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