Hamburg Marathon 20.05-23.05.2011
Unsere diesjährige Marathonreise führte uns in den hohen Norden an die Elbe. Das Ziel war der zweitgrößte Marathon Deutschlands in Hamburg.
Bei hoch sommerlichen Temperaturen um die 26°C erwartete uns ein schwül warmes Wochenende. Des einen Freud ist des anderen Leid.
Von unserer Jugendherberge hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Hafenanlagen, die Elbe und zur anderen Seite befand sich bereits das Heiligengeistfeld mit der Marathonmesse und dem Startbereich.
Jeder von uns hatte sich persönliche Ziele gesetzt, die von 3 Stunden bis zum Finishen des ersten Marathons reichten.
Am Sonntag zum Start um 9:00 zeigte das Thermometer bereits schwüle 20°C mit steigender Tendenz. Auch der kühle Luftzug von der Nordsee legte eine Pause ein, so war es in Hamburg ungewöhnlich windstill.
Während das Publikum seine gute Laune auch aufgrund des Wetters hatte, waren wir Läufer schon vor dem Start verunsichert. Die Temperaturen sind das eine, die merkwürdig schwüle und drückende Luft das andere.
Gestartet wurde direkt an der Reeperbahn als eine Stimmungshochburg gut bekannt. Links die Davidswache. Rechts die Große Freiheit. Ihren Namen hat die Straße schon im 17. Jahrhundert erhalten, da hier die Handwerker keiner Zunft angehören mussten und religiös anders Denkende bleiben durften.
Weiter liefen wir in den Westen Hamburgs vorbei an vielen Villen und über schattige Straßen. Nach dem Wendepunkt in Othmarschen erreichten wir nach kurzer Zeit ein weiteres Stimmungsnest: an den Landungsbrücken drängten sich die Zuschauerreihen dicht auf dem Hochwasserschutzwall. Einige unserer Begleiter waren mit Transparent und Rassel mit von der Partie.
Rechts vorbei an der alten Speicherstadt, in dem Tunnel unter dem Hauptbahnhof machten die Läufer selbst Stimmung und schon waren die ersten14 km Geschichte.
Vorbei an der Binnenalster mit brechend vollen Biertischgarnituren am Streckenrand. Glitzernde Segelboote und der Blick auf die Hamburger Skyline.
In Ohlsdorf war der nördlichste Punkt der Strecke erreicht, jetzt gab es vorerst keine Gelegenheit mehr für Pausen. Mit Absperrgittern war die Laufstrecke freigehalten, denn hier ist so viel los, dass man glauben könnte, man sei schon im Ziel. Zielfeeling bei km 31, so etwas gibt es nur in Hamburg.
Die letzten 11 km führen wieder südlich vorbei ab der Außenalster, über die Kennedybrücke Richtung Heiligengeistfeld.
Am Gorch Fock Wall gab es kein Halten mehr. Getragen von den Jubelrufen der Hamburger und unseren persönlichen Begleitern wurden wir freudestrahlend die letzten Kilometer ins Ziel getragen, einfach herrlich! So etwas gibt es nur in Hamburg.
Christian und Uwe mussten dem Wetter Tribut zollen und verfehlten ihre gesetzten Ziele nur knapp. David und Markus liefen sehr konstant und freuten sich sehr über ihre Ergebnisse.
Volker war der persönliche Coach für Sabines Ersten, er kannte die Strecke aus den Vorjahren und konnte die Hamburger Sehenswürdigkeiten laufenderweise genießen. Für beide war es ein besonders Marathonerlebnis.
Das Ziel erreichten mit 8914 Männern und 2271 Frauen insgesamt 11.185 Läufer.
Die Ergebnisse unserer Teilnehmer:
Agatha, Uwe 03:17:13
Ardiles, David 03:35:04
Grünewald, Tanja 04:04:14
Hanisch, Volker 04:54:09
Holland, Christian 03:23:10
Heckmann-Ludwig, Kersten 04:05:57
Hellwig, Sabine 04:54:10
Mühlbauer, Heike 04:22:18
Nistler, Jürgen 04:13:39
Nowak, Marcus 03:26:43
Peplinski, Sonja 04:10:54
Söhnel, Antje 03:57:58
Stein, Matthias 04:06:56
Wagner, Ralf 04:15:47
Wistuba, Silke 04:11:52
Kersten Heckmann-Ludwig