Die Langläufer
Wir, das
waren Christian, Volker und Antje, starteten am Freitag schon in aller
Frühe, da wir unbedingt schnell auf die Loipe wollten. Das Wetter,
sprich der Schneebericht, verhieß zwar nichts Gutes, aber die Hoffnung
stirbt ja bekanntlich zuletzt! Auf der Fahrt Richtung Berge starb dann
wirklich der letzte Funke Hoffnung mit Zunahme der Temperaturen (14°C) +
Sonne .Im Alpbachtal gegen 12.30 Uhr angekommen, versuchten wir es
tatsächlich. Nur ging im der von der Sonne aufgeweichten Schnee rein gar
nichts. Wir fanden aber noch ein paar schattige Stellen, auf denen wir
wenigstens Technikübungen probieren konnten. Christian wollte gern das
Skaten erlernen und bekam von Volker wertvolle Tipps. Und ca. 1h später
kamen dann Gisela, Annette, Sabine und Heiner mit klassischen Skiern auf
der Loipe "angerauscht"! Wir ließen sie nach einer Begrüßung davon
ziehen und gingen schon mal zum Kaffee und Germknödel über.
Am
Abend erwartete uns ausgehungerte Skifahrer ein tolles Menü im Ferienhof
"Riedhof". Alle anderen trudelten auch ein, so dass zum Abendessen die
Mannschaft komplett war. Bei angenehmen und zunehmend lustigen
Gesprächen ließen wir den Abend ausklingen.
Der nächste Morgen
wurde von unseren "stressmachenden Abfahrern" geprägt, die unbedingt auf
die Piste wollten. So blieb nicht viel Zeit für eine ruhige Tasse
Kaffee :o( (Frühstück:8 Uhr, Abfahrt:9 Uhr)!
In Westendorf
angekommen, sah man nur noch Staubwolken der Abfahrer! Wir Langläufer,
am heutigen Tag nur Volker und Antje, konnten aufgrund des Tauwetters im
Tal nicht fahren. Wir fuhren mit der Gondel und Langlaufausrüstung zur
Alm hoch. Letztendlich hatten wir Pech und es gab keine Möglichkeit,
irgendwo skaten zu gehen. Wir nahmen ein Sonnenbad inklusive Germknödel
und beschlossen, am Nachmittag einen langen Lauf zu machen. Unsere
Alpinfahrer gesellten sich zur Mittagszeit zu uns.
Unser 2h- Lauf
führte uns auf Fahrradwegen an wunderschönen Loipen vorbei, die, wenn es
nicht so warm gewesen wär, ideal für die 2 Tage waren! Also, unsere
Herzen bluteten beim Anblick! Aber, so einen Läufer bringt ja so schnell
nichts um und wir genossen den Lauf trotzdem.
Am Abend tröstete das
Menü über alles hinweg, genauso wie unser gemütliches Beisammensein bei
Wein, Bier, Schokolade, Wurst und Käse. Ja, auch Läufer essen so was!!
Spiel und Spaß kamen nicht zu kurz. Und wo war das Abenteuer? Das
erlebten Annett, Sabine und Antje nachts um 3 in ihrem Zimmer. Von
lautem Rascheln aufgeweckt (da mir dieses Geräusch nur zu bekannt
vorkam), und nach erfolglosem Ignorieren aufgeschreckt, nahm ich meine
Stirnlampe und leuchtete das Zimmer ab. Sabine war ,zum Glück für mich
,auch wach geworden. Wir durchsuchten das Zimmer und bekamen so auch
Annett wach. Als wir dann wieder ins Bett wollten ohne ein Ergebnis zu
finden, entdeckte Sabine doch den Störenfried: eine Maus in Annetts
Kauflandtüte inmitten einer Tüte Pistazien und Balisto- Keksriegel! Na,
prima! Antje war nicht zu bewegen, dieses Feinschmeckermäuschen zu
entfernen; Annett noch weniger. Schließlich erbarmte sich unsere
Zimmerheldin Sabine, die Maus zu ihrer Familie zurück gehen zu lassen.
In der Hoffnung, dass nicht noch weitere Freunde dieser Species in
unserem Zimmer weilen, gingen wir schlafen. Nach längerem Wachliegen
übermannte uns irgendwann die Müdigkeit....
Am nächsten Tag wurde
die Abfahrtszeit zur Piste nochmals enger gesteckt (Frühstück 8 Uhr,
Abfahrt 8.30 Uhr).
Wir probierten es nochmals im Alpbachtal, uns
Langläufern zuliebe. Wir übten noch ein wenig die Skatingtechnik. Und
diesmal war Annett diejenige, die es erlernen wollte. Als der Schnee zu
weich wurde, gingen wir erneut laufen: diesmal nur Bergauf! Den
Nachmittag ließen wir in der "Wasserwelt Wörgl" mit Schwimmen,
Kaffee-Baileys und dem Starksolebad ausklingen!
Angenehm entspannt
und ohne Stau kamen wir wieder in Erlangen an.
--
Antje
Söhnel