Skimäuse
Es ist Nacht auf dem Bauernhof der Familie Achleitner. Nacht heißt hier auf dem Land, dass es absolut finster ist und man nicht einmal eine Fliege husten hört. Doch plötzlich durchdringt ein undefinierbares Rascheln die Finsternis. Wo kommt es her und vor allem von wem??? Das Monster unterm Bett oder doch nur eine Maus? Ich liege wach und lausch und hoffe inständig, dass Antje mit ihrer Stirnlampe endlich aufwacht und Licht an macht. Ich hab kein Licht auf meiner Seite und da ich noch nicht weiß, ob das Rascheln vom Monster unterm Bett oder einer Maus kommt, bleib ich vorsichtshalber mal liegen. Endlich… mein Flehen wird erhört! „Sabine…. Bist du wach??? Hast du das gehört????“ Ja… habe ich… schon ne ganze Weile. Kaum ich das Licht an, verstummt das Rascheln. Nach einem Vorsichtigen Blick unter die Betten, kann ich das Monster ausschließen. Nun stellt sich aber die Frage: „Wo ist die Maus?“ Wir machen und auf die Suche… nachts um 3 Uhr. Nach einer gefühlten halben Stunde blicken mich dann zwei kleine schwarze Knopfaugen ängstlich aus einer riesigen Kauflandtasche an. Da sitzt also unser Störenfried und schaut auch noch ganz unschuldig. Leicht Panik macht sich unter meinen Mitbewohnerinnen breit. Bevor die Situation eskaliert machen wir noch schnell ein Beweisfoto und dann bring ich das Mäuschen nach unten, wo ich es in die Freiheit entlasse.
Wieder im waren Bett fragen wir uns nun, ob wohl die Mäusefamilie einen Suchtrupp losschicken wird um das abtrünnige Mitglied zu suchen. Wenn sie’s getan haben, waren sie diesmal sehr leise. Irgend wann schlaf ich dann endlich wieder ein und träume vom kleinen Mauswanderer.
Bienchen